Berlin. „Amerika ist blockiert. Wir können nichts zustande bringen“, so das Verdikt des New Yorker Schriftstellers Paul Auster, der 1987 mit seinen experimentellen Detektivgeschichten aus der „New York Trilogie“ Weltruhm erlangte und seither zu den produktivsten und erfolgreichsten Autoren seines Landes zählt. In einem Interview in der Juliausgabe von ‚Cicero’ macht der Autor seinem Ärger über den amerikanischen Präsidenten Barack Obama Luft: „Die enorme Begeisterung, die wir verspürten, als er gewählt wurde, ist inzwischen in Verzweiflung umgeschlagen. Wir haben noch nie eine Regierung erlebt, die derart handlungsunfähig ist.“
„Die Situation ist außer Kontrolle geraten“, so Auster weiter, fast sei es so, „als hätte mit der radikalen Tea-Party-Bewegung eine Minderheit die Macht im Land übernommen.“ „Vor zweihundert Jahren hat das politische System der Vereinigten Staaten noch funktioniert, aber es ist nicht mehr zeitgemäß – und enorm frustrierend.“
Die Juliausgabe von ‚Cicero’ ist ab dem 24. Juni im Handel erhältlich.
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