Berlin. Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) wirft der Bundesregierung einen „Hang zur wilhelminischen Großspurigkeit“ vor. Die Art und Weise, wie sie in den letzten Monaten mit den Franzosen umgegangen sei, bezeichnete Schmidt im Politikmagazin ‚Cicero’ (Juliausgabe) als „töricht“.
Angela Merkels Versuch, mit dem Verbot von so genannten Leerverkäufen auf dem grauen Finanzmarkt das globale Spekulationsgeschäft einzudämmen, hält Schmidt für eine Politik „zum Schieflachen“, da die Geschäfte dann außerhalb von Deutschland getätigt werden. „Ich hoffe, dass sie weiß, dass es Unfug und wirkungslos ist.“
Scharfe Kritik übt Schmidt auch an der Erweiterung der Europäischen Union auf 27 Mitgliedstaaten. „Es ist so klar wie dicke Tinte, dass dies nicht funktionieren kann. ... Die Kommission in Brüssel ist doch ein Aberwitz – 27 Kommissare. Jeder Kommissar hat noch 1000 Leute unter sich. Das ist absoluter Unfug, kann nicht funktionieren.“
Die Juliausgabe von ‚Cicero’ ist ab dem 24. Juni im Handel erhältlich.
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