Berlin. Auch der Meister der Ironie wird ernst, wenn es um den Tod geht. Jeff Koons hat dem Magazin ‚Cicero’ verraten, wie er seine letzten 24 Stunden verbringen würde. Und was da zutage tritt, ist erstaunlich für einen Künstler, der durch Hochglanzbronzen von quietschbunten Aufblashäschen, Nachthemdchenfotos mit Pornodarstellerin Cicciolina und in Formaldehyd schwimmende Basketbälle bekannt geworden ist. Der Vater von sieben Kindern würde seiner Familie „noch ein letztes Mal klarmachen“ wollen, „wie wundervoll sie sind, und wie reich, wie einträglich, wie belohnend ihr Leben sein kann.“
„Ich habe immer geglaubt,“ so Koons weiter in der Augustausgabe von ‚Cicero’, „dass, wenn du es schaffst, all deine Ängste abzulegen, sich dir das Leben in seiner allergrößten Simplizität darbietet. Das würde ich gerne erleben, bevor ich meinen letzten Atemzug mache. Ich würde (…) darauf warten, dass sich alle Konflikte auflösen und plötzlich die Wahrheit aufscheint. Die Wahrheit darüber, wie einfach es für uns hätte sein können, alle Möglichkeiten unseres Lebens auszuschöpfen.“
Die Augustausgabe von ‚Cicero’ ist ab dem 29. Juli im Handel erhältlich.
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