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TitelseiteJuni 2010


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Debatte


Weltbühne
Zwischen zwei Welten
Christoph von Marschall
Anne Applebaum ist Journalistin. Für ihre Geschichte des sowjetischen Gulag-Systems wurde sie mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die Amerikanerin ist mit dem polnischen Außenminister verheiratet. Wie unparteiisch kann sie sein? - mehr lesen..
S. 12
Der gute Taliban
Antonia Rados
Alle westlichen Kriegsparteien in Afghanistan wollen plötzlich mit den „gemäßigten Taliban“ verhandeln. Doch wer sollen diese moderaten Gotteskrieger sein? Vielleicht Mullah Abdul Salam Zaeef, einst das Gesicht des Islamistenregimes? - mehr lesen..
S. 14
"Der Iran ermordet seine Bürger"
Caspian Makan
Ihr gefilmter Tod auf einer Straße in Teheran machte Neda Agha-Soltan zur Ikone des Protests gegen das iranische Regime. Ihrem Verlobten, Caspian Makan, der kurz danach im berüchtigten Evin-Gefängnis eingekerkert wurde, gelang die Flucht. Heute bekämpft er die Mullahs aus dem Exil - mehr lesen..
S. 16
Ein Land am Abgrund
Alexander Bühler
In Kolumbien sind drei Millionen Menschen vor dem bewaffneten Konflikt zwischen linker Guerilla, rechten Paramilitärs und Drogenkartellen geflohen. Der Staat hat trotz militärischer Stärke und Aufrüstung den Kampf mit der Farc nicht gewinnen und das Drogenproblem nicht lösen können - mehr lesen..
S. 20
Freibeuter am Ball
Tom Schimmeck
Fußball war und ist in Südafrika der Sport der schwarzen Mehrheit. Die Weltmeisterschaft ist ihr Fest. Die Spieler der Klubs sind die Helden der Townships. Die Orlando Pirates gehören nicht nur zu den ältesten Vereinen des Landes, sondern auch zu den erfolgreichsten - mehr lesen..
S. 35
New Labour ist tot
Anthony Giddens
Nach dreizehn Jahren auf der Regierungsbank muss die Labour-Partei in die Opposition. Was einst als „Dritter Weg“ gefeiert wurde, ist abgewählt. Was aber bleibt von der Ära der Erneuerung der sozialen Demokratie? Eine Bilanz und ein Ausblick ihres geistigen Wegbereiters. -
S. 38


Berliner Republik
Das Spiel mit Nationen
Michael Naumann
Die inzwischen hochpolitische Rolle übergroßer Banken muss wieder dem Primat der Politik weichen, meint Cicero-Chefredakteur Michael Naumann. - mehr lesen..
S. 9
Kapellmeister mit Glocke
Jörg Hafkemeyer
Der CDU-Politiker Norbert Lammert führt sein Amt als Bundestagspräsident mit Witz und Ironie. Er ist allseits beliebt. Nun aber steckt er wegen der Sponsoring-Affären der Union in der Zwickmühle. - mehr lesen..
S. 42
Warum tue ich mir das an?“
Hans Peter Schütz
Den schwersten Job der Bundesregierung hat der Finanzminister. Griechenkredite, Staatsverschuldung, Haushalt 2011, Ärger mit der FDP. Viele fragen, wie lange Wolfgang Schäuble das noch durchhält. Der Mann im Rollstuhl stellt sich die Frage etwas anders. - mehr lesen..
S. 44
Zwischen Hammer und Amboss
Werner J. Patzelt
Niemand braucht eine Partei, die jedes Mal, wenn sie regiert hat, eine neue linke Partei hinterlässt. Umso wichtiger wäre eine Sozialdemokratie, die wieder das Visionäre und das Machbare miteinander verbindet. Ein solches Kraftwerk fehlt der deutschen Politik. -
S. 48
Ohne Mehrheit und ohne Mitte
Klaus-Peter Schöppner
Unklare Richtung, diffuse Themen, keine Machtoption. Im Auftrag von Cicero ermittelte das demoskopische Institut TNS Emnid deutliche Werte für die Sozialdemokratie. Der Befund ist vernichtend. - mehr lesen..
S. 52
Schmieden und bündeln
Wolfgang Merkel
Das linke Lager könnte – wie die Wahl in Nordrhein-Westfalen zeigt – wieder eine rechnerische Mehrheit in Deutschland bekommen. Die SPD muss daraus eine politikfähige Mehrheit machen, zugleich aber offen bleiben für Bündnisse mit Union oder Liberalen – sonst wird sie überflüssig. -
S. 54
Schweigen und Schreiben
Werner A. Perger
Die Finanzwelt ist aus den Fugen geraten, und Peer Steinbrück fällt durch Abwesenheit auf. Wieso hat dieses Kraftpaket der SPD keine öffentliche Rolle? Was hat er vor? Was treibt ihn um? - mehr lesen..
S. 56
Die wirkliche Wende
Frank A. Meyer
-
S. 60
Politik und Poesie
Joachim Sartorius
-
S. 62
"Eine List der Vernunft"
Jürgen Habermas
Jürgen Habermas sieht Europa in einer Sackgasse. Der monetären Einigung müsse endlich die politische folgen. Dieser Prozess sei gefährdet durch die um sich selbst kreisende Mentalität einer selbstzufriedenen Politikergeneration, so der Philosoph. - mehr lesen..
S. 64
Europäisch Roulette: Merkels letzte Kugel
Ulrich Beck
Das Drama von Athen ist ein Lehrstück über den traurigen Zustand Europas. Nach der Fremdherrschaft der Türken über die Griechen beginnt nun die „Freundherrschaft“ der EU. Die Chance der Krise wurde nicht genutzt. Die intellektuellen Eliten Europas versagen. Der Zerfall der Union kann Wirklichkeit werden. - mehr lesen..
S. 66
Europas Retter
Klaus Harpprecht
IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn gilt als Garant der deutsch-französischen Beziehungen. - mehr lesen..
S. 68
Der Bürgerkrieg findet nicht statt
Gunnar Heinsohn
Die Wut ist groß in Griechenland. Die fünfzehnjährigen Griechen, die 2010 zu zornigen jungen Männern heranwachsen sollten, erblickten 1995 das Licht der Welt. Aber der Kampfgeist für interne Waffengänge ist gering. - mehr lesen..
S. 70


Kapital
Prophet des Untergangs
Christine Mattauch
Im Krisenjahr 2007 verdiente der amerikanische Hedgefondsmanager John Paulson persönlich 3,7 Milliarden Dollar. Jetzt kommen in einem Betrugsverfahren gegen die Investmentbank Goldman Sachs hässliche Details seiner Methoden ans Licht. Er spekuliert aber munter weiter. - mehr lesen..
S. 72
Auf den Schultern von Giganten
Evelyn Runge
Handys, Hi-Fi, Hörgeräte – jeder nutzt Mini-Mikrofone im Alltag. Der Darmstädter Professor Gerhard Sessler hat ihre Technik erfunden und damit einen Umbruch in der Kommunikationsindustrie möglich gemacht. - mehr lesen..
S. 74
Der Tycoon aus Teufelchen
Wolf Reiser
Während Griechenland in seinen Schulden versinkt, wird gleichzeitig auf dem Peloponnes das größte Tourismusprojekt Europas fertiggestellt. Dahinter steckt der Reeder Vassilis Constantakopoulos, der jetzt an Land erfolgreich navigieren muss. - mehr lesen..
S. 76
"Nach uns die Sintflut"
Til Knipper
Die Ratingagenturen im Visier der Ermittler: Haben sie die Finanzkrise mitverursacht oder sind sie nur die Sündenböcke? Ihre Abhängigkeit von ihren Auftraggebern, den New Yorker Investmentbanken, war größer als bisher bekannt. - mehr lesen..
S. 80
Optimales statt maximales Wachstum
Nils aus dem Moore
- mehr lesen..
S. 84
Schluss mit lustig
Ingrid Herden
Der Archiv-Einsturz war nur ein aktueller Höhepunkt in der langen, von Korruption und Inkompetenz geprägten Baugeschichte Kölns. Jetzt reicht es den Bürgern: Sie fordern Erneuerung – am Stadtbild und im kölschen Establishment. - mehr lesen..
S. 86
Aufbruch zur „Green Economy“
Paul Krugman
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko liefert weitere Argumente für die grüne Wende in der Wirtschaft. Ein Plädoyer des Wirtschaftsnobelpreisträgers für marktbasierte Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel. - mehr lesen..
S. 90
Lobbyisten und Scharlatane
Toralf Staud
Mit Desinformationskampagnen bekämpfen sie die seriöse Forschung – bezahlen lassen sich manche Klimaskeptiker von der Energieindustrie. -
S. 94


Salon
Am Kap der Finsternis
Wolfgang Herles
Seine Romane sind grausam, sie sind schön: Mit unvergleichlicher Wucht hat der südafrikanische Thriller-Autor Roger Smith die Krimiliteratur aufgemischt. So unglaublich seine Figuren wirken mögen, sie stammen aus der traurigen Wirklichkeit hinter Kapstadts Wohlstandsfassaden. - mehr lesen..
S. 98
Ein Scheunentor in Marzahn
Tobias Lehmkuhl
Sie ist eine der erfolgreichsten Sachbuchautorinnen Deutschlands. Tausenden von Lesern half Kathrin Passig, wichtige Aufgaben ohne Schuldgefühle vor sich herzuschieben. Ihr jüngstes Buch ist eine Anleitung zum Verirren, dem Königsweg des Weltentdeckens. - mehr lesen..
S. 100
Eine nette Beerdigung
Klara Mittag
Bei den diesjährigen Festpielen in Bayreuth wird nur einer fehlen: Wolfgang Wagner. Auf seiner Beerdigung flossen keine Tränen. Kein Wunder, es handelte sich lediglich um die Inthronisation seiner Töchter Katharina und Eva. Der Rest der Familie trauerte am Rande. - mehr lesen..
S. 102
Großer Einsatz, falsches Spiel
Thomas Trenkler
Ende Juli haben die Salzburger Festspiele begonnen. Sie stehen im Schatten eines Skandals von gewaltigem Ausmaß. Veruntreuungen, politische Winkelzüge und ein Selbstmord – eine Reportage über den Korruptionssumpf, der die Mozartstadt in Atem hält. - mehr lesen..
S. 106
Der Tod steht ihnen gut
Christian Kortmann
Wenn Stars und Sternchen heute sterben, springen die Marketingmaschinen an. Nachrichtenportale inszenieren den Tod genüsslich als aufregendes Ereignis, und die Nachlassverwerter der Unterhaltungsindustrie stehen schon in den Startlöchern. Über einen Mentalitätswandel. - mehr lesen..
S. 110
Neues Gartenglück
Christa Hasselhorst
Die Deutschen zahlen heute mehr für Pflanzen als je zuvor, ihr Lieblingsmagazin feiert die Lust am Land, und die vormals als spießig denunzierte Schreberparzelle gilt als korrekte Idylle. Sind Gärten Spiegelbilder ihrer Zeiten? - mehr lesen..
S. 114
Bücher aus traurigen Ländern
Robin Detje
-
S. 120
"Dann flieg ich hoch - dann stürz ich ab"
Birgit Lahann
In der einst so berühmten Chausseestraße 131 in Ostberlin lebt Wolf Biermann schon lange nicht mehr. Aber vieles in seiner Hamburger Wohnung erinnert noch daran. - mehr lesen..
S. 122
Mogli und Voltaire
Marko Martin
Er ist Spaniens bekanntester Philosoph, überzeugter Antinationalist und ein Liebhaber von Horrorfilmen. Zu Besuch in der kuriosen Bibliothek von Fernando Savater. - mehr lesen..
S. 122
Der Sinn von Nutzfreundschaften
Tilman Spengler
Zu den Konditionen, die Griechenland bei der Unterstützung durch seine Gläubiger auferlegt wurden, schreibt uns der Philosoph und Naturforscher Aristoteles von Stagira aus Athen. -
S. 126
So viel Geld für fünf Kilo Butter?
Lisa Zeitz
Manchmal bewerkstelligen Kunstwerke auch etwas, wenn sie zerstört werden: Wie die berühmte Fettecke von Joseph Beuys der Öffentlichkeit die Augen für zeitgenössische Kunst öffnete. - mehr lesen..
S. 127
„Das letzte Bier läuft in die Tastatur“
Clemens Meyer
Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete Clemens Meyer als Bauhelfer und Möbelträger. Seine handfeste Lebensenergie wird auch im jüngsten gefeierten Erzählband „Gewalten“ (Fischer) spürbar. Cicero erzählt er, warum Antiterroreinheiten seiner Unsterblichkeit im Wege stünden -
S. 128
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