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TitelseiteJuli 2010


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Debatte


Weltbühne
Sparkommissar wider Willen
Walter Haubrich
José Luis Rodríguez Zapatero startete als sozialdemokratischer Hoffnungsträger. Unter dem Druck der Wirtschaftskrise wandelt sich Spaniens Premier vom Gesundbeter zum eisernen Sparer – nach dem Motto: Tun, was man tun muss, selbst wenn es den Wahlsieg kostet. - mehr lesen..
S. 14
Ein General im Kreuzfeuer
Yossi Melman
Die Türkei will ihn vor Gericht bringen. Israels Regierungschef macht ihn hinter den Kulissen verantwortlich für das Kaper-Fiasko vor der Küste Gazas. Doch Generalstabschef Gabi Aschkenazi will kein Sündenbock sein. - mehr lesen..
S. 16
Miliband gegen Miliband
Thomas Kielinger
Sie sind das bekannteste politische Brüderpaar Großbritanniens: Bis vor wenigen Wochen noch waren David und Ed Miliband Minister in Gordon Browns Regierung. Heute konkurrieren sie um den gleichen Posten: Beide wollen den Vorsitz der Labour-Partei erobern. - mehr lesen..
S. 18
Im Namen des Dschihad
Georg Brunold
Seit dem gescheiterten Flugzeugattentat von Detroit gilt der Jemen als neue Brutstätte des islamistischen Terrors. Deutschland macht die jemenitische Regierung für das Erstarken von Al Qaida verantwortlich. Was geschieht im Süden der arabischen Halbinsel wirklich? Eine Spurensuche. -
S. 22


Berliner Republik
Angela Merkels Bindungsbruch
Michael Naumann
Eine alarmierende Leistungsbilanz attestiert Cicero-Chefredakteur Michael Naumann der schwarz-gelben Regierungskoalition. Selbst Helmut Kohl wirkte im Vergleich zu Merkel wie ein flinker Kanzler. - mehr lesen..
S. 9
Der Chefin im Nacken
Manfred Bissinger
Einst zählte Christian Wulff zu den „Jungen Wilden“ in der CDU, die sich trauten, dem damals noch allmächtigen Dauerkanzler Kohl in die Parade zu fahren. Auch im Schloss Bellevue wäre er für die Kanzlerin ein durchaus unbequemer Präsident. - mehr lesen..
S. 42
Der letzte Mohikaner
Hajo Schumacher
Seit vielen Jahren schon ist das Duo Roland Koch und Volker Bouffier unzertrennlich. Die beiden politischen Blutsbrüder halfen sich immer wieder gegenseitig beim Aufstieg an die Spitze. Nun wird Bouffier den Ministerpräsidenten Koch beerben. - mehr lesen..
S. 44
Karrieren mit Hintergrund
Constantin Magnis
Zwei Hamburger Kinder sprengen die Grenzen alles Gewohnten: Wie die neue niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan und der Altonaer Skandalabgeordnete Bülent Ciftlik wurden, was sie sind. - mehr lesen..
S. 46
„Politik zum Schieflachen"
Helmut Schmidt
Nationale Egoismen, das Geltungsbedürfnis aller Politiker und ihre Eitelkeiten erschweren den Weg aus der europäischen Krise. Der Alt-Bundeskanzler fühlt sich von der schwarz-gelben Koalition nicht zweckmäßig regiert. - mehr lesen..
S. 50
Sehnsucht nach vorgestern
Jürgen Kaube
Still und heimlich starb der deutsche Konservatismus. Übrig blieben der vornehme Auftritt, politische Taktik, unverbindliche Gesinnung und kulturkritische Melancholie. Was heute eigentlich noch „konservativ“ ist, kann seit längerem schon kein Konservativer mehr sagen. - mehr lesen..
S. 57
Vernunft des Glaubens
Wolfgang Huber
Wie „konservativ“ ist gelebtes Christentum heute? Ein standfester und beherzter Christ, der dem Fremden und Andersgläubigen in einer pluralistischen Gesellschaft mit Achtung begegnet, lässt sich auch als „progressiv“ bezeichnen. - mehr lesen..
S. 62
Wölfe, draußen und drinnen
Werner A. Perger
Das Elend der europäischen Konservativen: Der Spagat zwischen Pragmatikern und Ideologen lähmt auch die Mitte-Rechts-Parteien. Die Reformer sind ratlos. Den größten Erfolg haben die Radikalen. - mehr lesen..
S. 64
Lust am Lamento
Frank A. Meyer
Gestern hui! Heute pfui! Am liebsten pfui. Frank A. Meyer über katastrophensüchtige Medien und die konservativ-rektionäre Aussaat im deutschen Unterbewusstsein. - mehr lesen..
S. 68
Deutschland dankt ab
Juli Zeh
Der Bundespräsident tritt zurück, die Regierung regiert nicht und nicht einmal Michael Ballack kann in Südafrika spielen. Alles, was den Deutschen bleibt, ist fröhlich Lenas „Satellite“ vor sich hin zu pfeifen. Ein Stimmungsbild der stagnierenden Bundesrepublik anno 2010. - mehr lesen..
S. 70


Kapital
The Oscar goes to … Schwabing
Evelyn Runge
Vom Wissenschaftler zum Unternehmer: Der Münchner Reimar Lenz ist ein Pionier der Digitalfotografie. Höhepunkt seiner Karriere war Anfang des Jahres der Gewinn des Academy-Awards für die Erfindung eines Filmscanners. - mehr lesen..
S. 74
„Zu viele Gauner und Betrüger
Nicolas G. Hayek
Gestern verstarb der Smart- und Swatch-Erfinder Nicolas G. Hayek im Alter von 82 Jahren. Für die aktuelle Cicero-Ausgabe führte Chefredakteur Michael Naumann eines der letzten Interviews mit der Ikone der Schweizer Uhrenindustrie. Ein Gespräch über Erfindungen, die Zukunft des Automobils und die globale Finanzwirtschaft. - mehr lesen..
S. 76
Glänzend nur in der Krise
Michael Braun
In schwierigen Zeiten gilt Gold als sicherer Hort für Anleger. Derzeit erreicht das mythisch besetzte Edelmetall Rekordmarken. Allerdings schwankt der Preis bisweilen heftig. Das Risiko bleibt beträchtlich. - mehr lesen..
S. 80
Auf dem Weg zum neuen Sozialstaat
Nils aus dem Moore
Fast hätten wir es übersehen, aber die Lage ist nicht so aussichtslos, wie viele meinen: Mit zwei kleinen Schritten hat sich die Republik auf den Weg zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft begeben. - mehr lesen..
S. 85
Mondmieten für Bruchbuden
Joachim Wagner
Der Wohnungsmarkt für Hartz-IV-Empfänger hat sich zu einem Riesengeschäft entwickelt. Spezialisierte Vermieter nutzen Regelungslücken schamlos aus und erzielen Quadratmeterpreise wie in Villengegenden. - mehr lesen..
S. 86
Schreckensgespenst Staatsbankrott
Hans-Joachim Voth
Historisch betrachtet sind Staatsinsolvenzen eher die Regel als die Ausnahme und wirtschaftlich kein großes Drama. Das eigentliche Problem heute sind die zu groß gewordenen Banken, die zu hohe Risiken beim Kauf von Staatsanleihen eingehen. - mehr lesen..
S. 90


Salon
Ende und Anfang
Joachim Sartorius
1945. Trümmerfrauen. Das Vergessen. Joachim Sartorius zur eindringlichen Lyrik der polnischen Literaturnobelpreisträgerin Wisawa Szymborska. -
S. 67
Das existenzielle Piano
Dagmar Zurek
Unter der Regie des kontroversen Altmeisters Hans Neuenfels eröffnet Jonas Kaufmann diesen Monat als Lohengrin die Bayreuther Festspiele. Ein Ritterschlag für den Tenor, der wie kein anderer eine neue Sängergeneration verkörpert. - mehr lesen..
S. 96
Zum Lachen und Weinen
Daniel Schreiber
Eigentlich ist sie Engländerin – und doch eines der letzten Berliner Originale. Sarah Haffners Bilder und Erzählungen sind von anrührender Lakonie, sie setzte sich für Berlins erstes Frauenhaus ein und rettete das Charlottenburger Stadtbild. Zu Besuch bei einer heiteren Melancholikerin. -
S. 98
„Amerika ist blockiert
Paul Auster
Vielen gilt er als eine der wichtigsten literarischen Stimmen der Vereinigten Staaten. Auch „Unsichtbar“, sein neuester Roman, beweist: So leichtfüßig wie Paul Auster kann niemand sonst von Politik, vom Älterwerden und der Navigation durch das alltägliche Chaos des Lebens erzählen. - mehr lesen..
S. 100
Die Heiterkeit der Städter auf dem Lande
Tobias Lehmkuhl
Was steckt dahinter? Klimawandel? Wirtschaftskrise? Bürgerliche Renaissance? Obwohl nie ganz aus der Mode gekommen, ist eine Urlaubsform heute beliebter denn je: die Sommerfrische. Stadtbewohner packen ihre Koffer und ziehen sich für ein paar Wochen aufs Land zurück. Eine kleine Geschichte von Datschen und Damen, die in Badekleidern wandeln. - mehr lesen..
S. 105
Unverbesserliche Romantiker
Hasso Spode
Millionen von Menschen setzen alljährlich beträchtliche Mittel ein, um ihrem Alltag zu entkommen und an andere Orte zu gelangen – doch der Nutzen bleibt diffus. Ein Professor für Tourismusgeschichte erklärt, warum wir trotzdem immer wieder auf Reisen gehen. - mehr lesen..
S. 110
Weltpolitik im Bademantel
Hartmut Palmer
Auch wenn sie ständig den Verlust ihrer Privatheit beklagten – deutsche Kanzler haben ihre Urlaube immer auch als öffentliches Schauspiel inszeniert, um Präsenz und Unentbehrlichkeit zu demonstrieren. Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte der politischen Sommerfrische. - mehr lesen..
S. 111
Bilder ohne Schatten
Petra Kipphoff
Neben Andy Warhol und Robert Rauschenberg gehörte Roy Lichtenstein zu den Größen der Pop Art. Trotzdem blieb es lange still um den Maler, der die Bildsprache von Reklame und Comicstrips in die Kunst einführte. Mit der Präsentation einer überraschenden Seite seines Werks will eine Ausstellung in Köln das ändern. - mehr lesen..
S. 114
Der Sound der Jugend anno 1979
Robin Detje
In seiner Bücherkolumne stellt Robin Detje autobiographische Neuveröffentlichungen von Ingeborg Bachmann, Max Frisch und Albert Camus vor. Zudem erklärt er, was diese mit dem neu gemasterten Album "Breakfast in America" von Supertramp zu tun haben. - mehr lesen..
S. 120
Die Schulden und die Zivilisation
Tilman Spengler
Zu den Diskussionen um die Sparpolitik von Angela Merkel hat unser englischer Mitarbeiter William Makepeace Thackeray folgenden Kommentar gesandt. Die Klassiker-kolumne von Tilman Spengler. -
S. 126
Stilblüten der Diplomatie
Lisa Zeitz
Politikum Kunst: Wie einige Ölbilder von Lyonel Feininger zu juristischen Verstrickungen zwischen der DDR und den Vereinigten Staaten führten. Die Gemälde-Kolumne von Lisa Zeitz. - mehr lesen..
S. 127
„Das Leben genießen, weil es endet“
Jan Vogler
Wie verbringt ein weltberühmter Cellist seinen letzten Tag? Jan Vogler würde selbstverständlich Musik hören. Und zwar die des späten Schubert, Beethoven oder Brahms. Denn diese Komponisten, erzählt er Cicero, seien dem Überirdischen am nächsten gekommen. - mehr lesen..
S. 128
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