![]() | Diesen Artikel finden Sie in der Ausgabe März 2010
» Heftarchiv » Ausgabe bestellen » Kostenloses Probeheft |
| Ihre Meinung zu diesem Artikel |
| Leserkommentare |
| Rodiger (Berlin) | 09.04.2010 |
|
Einseitige Experten führen zu eindeutigen Fehlanalysen. Ein ausgewiesener Industriefeind erwähnt nicht einmal den Erpressungscharakter der Krankenkassen.Wer wie die AOK ca 40% Marktanteil hat. dominiert das Geschehen.Es hat etwas mit Gnade zutun,kleine Firmen leben zu lassen. Wettbewerb ist dies nicht. Denn im Hintergrund wird immer gedroht: Wir kennen da einen,der ist billiger... Auffällig ist weiter, dass alle Compliance-Faktoren ,die sich durch das Krankenkassenverhalten verschlechtern unberücksichtigt bleiben. Jeder Fernseher hat Fehlertoleranzen weit unter 1% ,bei Patienten bleiben zweistellige %- Zahlen unberücksichtigt. Weiterhin unberücksichtigt bleiben die Apotheker,die die strukturierte Ignoranz puffern und in Akzeptanz wandeln sollen. In Sachen vorgeblichen Innovationen vermisse ich Patientenorientierung.Wir hätten heute noch Schweineinsulin,wegen der paar Allergiker braucht man keine Schrittinnovation-oder? Druck durch die Krankenkassenlobby: Hier wird effizient gedroht- mit Spitzenrechtsanwälten auf Patientenkosten. |
|
| O72 () | 08.04.2010 |
|
Da wird zum Teil das Pferd von hinten aufgezäumt: "Zum einen sollen lukrative Aufträge für Vorträge und Studien abhängig machen" - das sieht meist eher umgekehrt aus: Der Arzt möchte gerne forschen, was mehr oder weniger direkt mit dem Produkt der Industrie zu tun hat. Also versucht er, bei der Industrie Geld dafür herauszuleiern. Die Industrie hat aber nur Interesse daran, Studien zu fördern, die sich direkt mit Nutzen oder Eigenschaften ihres Produktes beschäftigt. Wäre das Ziel "abhängig zu machen", würden wesentlich mehr Studienförderungen genehmigt. Die Industrie ist aber eben gerade kein Wohlfahrtsverband und keine DFG. Deswegen werden wesentlich mehr Anfragen abgelehnt als Studien finanziert. Warum man Studien häufig bei den gleichen Leuten macht weiss jeder, der schon einmal Studien mit "Forschern" gemacht hat, die soviel Systematik in ihrer Arbeit haben wie Piet Klocke in seinem Satzbau. Die Forderung, Ärzte sollten nach dem Ergebnis bezahlt werden, so verständlich sie auf den ersten Blick ist, ist ethisch hochgradig problematisch. Denn letztendlich bedeutet sie, dass infauste Fälle, bei denen mit keinem Erfolg zu rechnen ist, schlichtweg zur "Persona non grata" werden. Soll man die zum Sterben vor die Tür setzen? Auch der Vergleich "Patient/Kunde" hinkt. Wer Tomatensalat will muss auch Tomaten kaufen - und umgekehrt. Ein Patient der leidet und Angst hat hat, wie jeder von Angst dominierte, wenig Wahl. Er unterscheidet sich aber darin nicht wie der Hauseigentümer, der ob des Wasserrohrbruchs den nächsten Klempner anruft und ihm sagt "Egal wie Sie's machen, stellen Sie's ab!" Das hat mit der grundsätzlichen Möglichkeit, sich über Alternativen zu informieren, nichts zu tun, sondern mit der psychologischen Notsituation. |
|
| Jörn Frhr. v. Campenhausen (Kröpelin) | 07.04.2010 |
|
Tante Ullas Schatten dräut immer noch am maoistischen Horizont. Es lebe die Überregulierung. Sonst würde am Ende gar Herr Sawicki sich Konkurrenz stellen müssen. Als betroffener Landarzt: Lassen Sie uns alle doch einfach mit Ihrer Regulierungswut in Frieden. Am demografischen Wandel kommt dieses Gesundheitswesen nunmal nicht vorbei. Komisch, dass Herr Sawicki die Krankenkassen mit ihrer "Black-Box"-Struktur in punkto Verwaltungseffizienz völlig unerwähnt lässt. Naja, der Mann muss ja einen neuen Job suchen... MfG Jörn v. Campenhausen |
|
| Udo Wintringer (Berlin) | 07.04.2010 |
|
Bis auf die Forderung nach Anstellung der Ärzte kann ich den Schlussfolgerungen zusteimmen. Ich bin aber der Meinung, dass Ärzte allen Patienten eine Übersicht über die Kosten der Behandlung geben sollten. Nur so sehen auch Kassenpatienten, welche Leistungen erbracht und welche abgerechnet worden sind. |
|
| Anzeige |
![]() |





