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| Ihre Meinung zu diesem Artikel |
| Leserkommentare |
| Martin (Magdeburg) | 04.07.2010 |
| Wulff ist für mich ein guter Schwiegersohn, aber kein Bundespräsident dieses Landes. Wir hätten an seiner Stelle jede X-beliebige Person nehmen können. Mit dem widerlichen Geschachere um Wulff hat sich zwar unsere Obrigkeit noch halbwegs gerettet, aber für das Volk bringt das überhaupt nichts. Wulff hatte sich eigentlich verraten indem er sagte, dass er als Ministerpräsident viel um die Ohren hatte. Das wird ihm als Bundespräsident bestimmt nicht passieren. Er hat jetzt den Job seines Lebens! | |
| David_ (Berlin) | 04.07.2010 |
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Was für eine Foto! Ein lächelnder 50er mit blonder Frau und Kind. Wie in der Zeitung meiner Krankenkasse. Ein Politiker. Der Erste im Staat. Ich liebe Euch doch alle. Der soll nicht versöhnen! Vor lauter Versöhnung findet dann nichts mehr statt. Er soll sich einmischen. Er soll Vorschläge machen. Sich gegen den Mainstream wenden. Die Zukunft in den Augen haben. Streiten! Den Regierenden oder den Regierten eine klare Ansage machen! Er soll nicht Bunte Republik sagen. Er soll Deutschland sagen und trotzdem alle Bürger meinen. Er soll Stellung beziehen! Er darf auch scheitern. Er ist auch nur ein Mensch. Kann er das? JA. Das Foto! Ein lächelnder 50er mit blonder junger Frau und Kind. Wie in der Zeitung meiner Krankenkasse. .. . |
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| Reinhard Moysich (Karlsruhe) | 03.07.2010 |
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Wulff diskriminiert Nicht-Gottesgläubige. Der neue Bundespräsident Wulff sagt sehr erfreulicherweise, dass er das Gemeinschaftsgefühl stärken und Brücken bauen wolle zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Seine erste Rede nach der Wahl hatte er jedoch mit den Worten beendet: "Gott schütze unser Land!" Indem der selbst ernannte Brückenbauer sich offen zu dem Lager der Gottesgläubigen bekannte, hat er dessen Position kraft seines Amtes massiv gestärkt und somit die Brücke zwischen Gottes- und Nicht-Gottesgläubigen noch mehr zerstört! Diesen Fehler hätte die vorherige Kandidatin für das Bundespräsidentenamt und Katholikin, Frau Prof. Schwan, wohl kaum gemacht. Denn beim Streit um einen Gottesbezug in einer Europäischen Verfassung hatte sie sehr richtig gesagt: "Glaube ist eine Ermutigung zur verantworteten Freiheit, aber jeder spürt eine andere Verantwortung. Heute in der säkularen Welt gilt, dass der Glaube nicht mehr alle verbindet. Der Gottesbezug bildet keinen Grundkonsens. Deshalb kann er nicht als gemeinsame Grundlage in der Präambel genannt werden." Außerdem: Wulff bezeichnet sich als Christen. Wäre er es wirklich, dann hätte er jedoch jenen Satz nicht gesagt, welcher nach dem Regelwerk der Europäischen Union eine indirekte Diskriminierung darstellt. Denn ein wahrer Christ befolgt die christliche Nächstenliebe, welche lautet: "Liebe deinen Nächsten; denn was dir unlieb ist, tue ihm nicht!" (Lev. 19,18). Sicher wäre es ihm sogar höchst "unlieb" gewesen, wenn der vorherige Präsident z.B. gesagt hätte: "Buddha schütze unser Land!" Wenn er wirklich das Zusammengehörigkeitsgefühl auch zwischen Gottes- und Nicht-Gottesgläubigen fördern will, muss er sich exakt weltanschauungsneutral verhalten und dabei auf die Menschenrechte verweisen, welche jegliche Bevorzugung einer religiösen oder nichtreligiösen Weltanschauung verbieten. |
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| Hermann Eisenhardt (82256 Fürstenfeldbruck) | 02.07.2010 |
| War es wirklich der neue Herr Bundespräsident Wulf, der seine Funktion bzw. sich selbst als "Brückenbauer" bezeichnet?? Im alten Rom war das der Titel bzw. die Funktion des obersten Priesters (Pontifex Maximus). Heute ist es der Titel des - Papstes. Der baut ja an der Brücke zwischen Christus und der Kirche bzw. Himmel und Erde. Zwar werden also mit dieser Titelannexion durch Herrn Bundespräsident Wulf die Bereiche Religion und Politik miteinander meines Erachtens eher unzulässig vermengt , aber es hat schon was: Es zeigt, dass mittlerweile offensichtlich auch schon Politiker Politik nicht mehr als einen Bereich begreifen, der dazu da sei, einander widerstrebende säkulare, materielle, finanzielle Interessen sachlich zu diskutieren und auseinander zu klamüsern Max Weber). Sollte der Bundespräsident wirklich schon soo abgebrüht oder ironisch sein, dass er Politik wirklich ernsthaft in den Bereich der Religion und der Transzendenz verschiebt? Dann hätten wir ja den Übergauck bekommen, was einer Art Supergauck der Politik gleichkäme. Oder war das alles nur beliebige Politiker-Rhetorik, die man nicht weiter zu hinterfragen braucht. Oder der Herr Bundespräsident machte sich einfach mal mit einem Bisserl Ironie Luft nach dem anstrengenden Wahltag. Das wäre schon wieder sehr sympatisch. | |
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