| Wirtschaftskrise |
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Zuerst sprachen alle von der Subprime-Krise, dann hieß es auf einmal Finanzkrise, und jetzt haben wir eine richtige Wirtschaftskrise. In den letzten 12 Monaten ist der Markt kollabiert. Diesmal traf es jedoch nicht nur ein bestimmtes Marktsegment, wie bei der Dotcom-Blase, sondern die gesamte Wirtschaft. Und an den Börsen sieht es kaum nach Erholung aus. Die Regierung versucht mit allen nur erdenklichen Mitteln, den Markt zu stabilisieren. Der Bund steigt bei Banken ein, verteilt Bürgschaften an Autobauer, spricht Sicherheiten für Bankeneinlagen aus. Doch wie viele Konjunkturpakete brauchen wir noch? Erwartet uns nach dem Konjunkturpaket II auch ein Konjunkturpaket III, IV und V? Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit probieren die Finanzminister derzeit aus, wie weit sie gehen können. Sie testen, wo der Punkt liegt, an dem das System die enormen Investitionen nicht mehr hergeben wird. Sie wollen wissen, ab wann die Sicherheiten der öffentlichen Hand nicht mehr ausreichen werden, um die in den Markt gepumpten Summen ihrerseits abzusichern. Zunächst einmal muss man den Regierungen unterstellen, dass sie helfen wollen. Sie glauben sogar, dass sie das können. Die Politiker sehen die finanziellen Mittel, die dem Staat zur Verfügung stehen, und sind überzeugt, diese zielgerichtet einsetzen zu können. Dabei besteht die Gefahr, dass sich die Bürger zu sehr auf den Staat verlassen. Vor allem in Deutschland herrscht die weit verbreitete Überzeugung, der Staat könne die Wirtschaftskrise beenden. Was die Menschen aber immer wieder vergessen, ist dass sie mit ihrem blinden Vertrauen gegenüber dem Staat ihre eigene Freiheit aufgeben. Nur wenige trauen sich, gegen den trügerischen Schein des "Starken Staates" zu halten. Zinssenkungen auf der einen und gigantische Investitionen auf der anderen Seite führen nicht zu einer Bereinigung des Marktes, sondern nur noch weiter in die Krise. Denn das schlimmste, was einer Wirtschaft widerfahren kann, sind Unternehmer, die sich in ihren Entscheidungen nicht mehr von ihrem Unternehmergeist, sondern von staatlichen Bürgschaften lenken lassen. Alexander Görlach: Gott und der Mammon Constantin Magnis und Gunnar Heinsohn Fünf Trugschlüsse der Finanzkrise Fietz fragt: Es gibt zur Marktwirtschaft keine Alternative - aber: Persönliche Haftung nötig Jürgen Rüttgers: Ich will neue Sicherheit Wolfram Weimer: Die Brandstifter rufen Feuer Karl Pilny: Mao und die Finanzkrise |
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